Freitag, 9. November 2012

Der Große Vorsitzende erklärt, daß...


das Gutachten des Neutralitätslenkungsausschußvorsitzenden Dr. Josef Bordat genauso stichhaltig ist, wie die Kritik der Genossin Nahles am Betreuungsgeld der Bundesregierung. Beides ist ein ernsthaftes Hindernis für den Großen Sprung nach vorn!

Sonntag, 4. November 2012

Leseempfehlung, solange noch verfügbar!

In der Herder-Korrespondenz online fand ich diesen Beitrag über die Kirchensteuerdebatte.
Der Autor scheint ein Kollege oder Nachfolger des Prof. em. Zapp zu sein, der seinen Austritt aus der "Körperschaft öffentlichen Rechts" beurkundet hatte.

Es wird der in dieser Sache verursachte Glaubwürdigkeitsverlust gut dargelegt ebenso wie die kirchenrechtliche Fragwürdigkeit des Vorgehens.

Ich bin in der Frage der Kirchensteuer gespalten, einerseits verstehe ich, den Wunsch nach planbaren Einkünften, andererseits verstehe ich die Haltung etlicher glaubens- und lehramtstreuer Katholiken, die sich über die Alimentierung etlicher lehrfeindlicher Organisationen wundern und das lehramtstreue Organisationen oft aus dieser Unterstützung ausgeschlossen sind, bzw. in manchen Diözesen unerwünscht sind. Dies führt wiederum zu einem Glaubwürdigkeitsproblem.

Ebenso in den Bereichen, in denen sich die Kirche als Subsidiar des Staates engagiert und staatliche Zuschüsse und/oder Vergütungen erhält. Welcher Caritas-Einrichtung könnte denn ohne Kirchensteuermittel auf Dauer existieren? Ich habe eine Zeit lang für einen freien gemeinnützigen Pflegedienst in der Finanzabteilung gearbeitet und weiß daher, daß in Pflegesatzverhandlungen die Zuschüsse an Caritas und Diakonie aus Kirchensteuermitteln per Gesetz herausgerechnet werden und die resultierenden Pflegesätze als tatsächliche Kosten vorgehalten werden. Die Frage ist nun, ob eine so breit vertretene Caritas überhaupt noch ihr kirchliches Aufgabenverständnis wahren kann, oder ob aufgrund der Versorgungsverträge keine bevorzugte Versorgung von Katholiken möglich ist, und es auch schwierig bis unmöglich ist, genug Personal zu finden, daß sowohl durch Lippenbekenntnis als auch Lebensweise im Einklang mit der Lehre der Kirche ist.

Gleiche Probleme treffen auch bei Kindergärten zu! Hier gibt es sogar staatliche Pädagogik-Vorgaben, die explizit unvereinbar sind mit katholischer Lehre, siehe gendergerechte Frühsexualisierung. Hier vergreift sich der Staat ohne Notwendigkeit am Erziehungsprimat der Eltern. Es stellt sich mir allerdings auch die Frage, ob zB mit Rücksicht auf evangelische Kinder oder muslimische Kinder man das Singen von Marienliedern unterläßt, weil jemand von den Eltern daran Anstoß nehmen könnte in einer konfessionell gebundenen Einrichtung. Oder wenn man Laternenfeste feiert, anstatt einen Martinsumzug zu machen etc.

Katholische Krankenhäuser tricksen oftmals das Abtreibungs- und Pillenverschreibungsverbot aus, in dem sie eine Abteilung wie zB die Notaufnahme haben, in der nicht das Krankenhaus als Träger sondern nur als Raumvermieter für vor Ort niedergelassene Ärzte gilt, und man diskret gegenüber dem Träger die Leute zu denen lotst "die dürfen" und man diese Heimlichtuerei gegenüber dem "Patienten" mit der Androhung der fristlosen Kündigung entschuldigt.

Natürlich ist es ein Problem genügend Personal zu bekommen, daß den Wertevorgaben des Trägers entspricht, da zum einen die Zahl der Kirchenmitglieder sinkt durch die Austritte und die demographische Kopfüber-Tanne, als auch die Quote der Kirchgänger innerhalb der Kirchenmitglieder sich der 10%-Marke nähert. Leider ist damit noch nicht das Ende erreicht, sondern man muß noch feststellen, daß nicht alle Kirchgänger auch uneingeschränkt dem höchsten Lehramt der Kirche folgen. Sonst wären zB eine Königsteiner oder Marien-Troster-Erklärung unmöglich gewesen. Auch dies bewirkt wiederum einen Glaubwürdigkeitsverlust, da die Ortskirchen quasi ihre corporate identity selber schlechtreden oder durch gegensätzliches gelebtes Beispiel schlechtmachen.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Bitte um Hilfe!

Da ich kein Exemplar des aktuellen Missale NO besitze, frage ich mich, ob mir einer der Leser helfen kann. Es geht um die Rubriken bezüglich des Embolismus. Kann mir jemand einen Scan/Fotografie/Abschrift rund um das Pater noster zukommen lassen, aus dem ersichtlich ist, ob der Einschub obligatorisch oder fakultativ ist? Falls es eine Fundstelle in der GIRM/GORM gibt, wäre ich für einen Hinweis dankbar. Danke!

Dienstag, 2. Oktober 2012

Dramatisch!

Angeregt durch einen Kommentar bei Altvater Alipius von Braut des Lammes eine kleine Berechnung:


Da kann ich nur sagen: "Ran an die Arbeit, liebe Bischöfe! Baut die Seminare aus!" Wenn wir aufhören, die Priester zwangsverheiraten zu wollen und man fromme Gesinnung nicht mehr als zur Amtsunfähigkeit führende Zwangsstörung betrachten, dann können wir vielleicht die skandinavischen Verhältnisse bekommen.

Wenn Gott es tatsächlich so fügt, so fragt sich der Zyniker in mir, wieviele Sedilien noch zu den vieren und Schreibtischplätze in den Ordinarien vakant würden aufgrund von Schlaganfällen, wenn diese Kandidaten an die Türen der Seminare klopfen mit der Bitte um Einlaß und Aufnahme?

Bitten wir Gott um Berufungen und heilige Priester und bekennende Bischöfe!

Montag, 1. Oktober 2012

Wie kam die Jungfrau zum Kind?

Nun, bei den Lesern dieses Blogs gehe ich davon aus, daß sie es schon wissen, aber mir geht es bei dem Blogtitel mehr um die sprichwörtliche Verwendung. Die Verblüffung, die gerne damit ausgedrückt wird, verspürte ich nämlich am Samstag (Erzengelfest), als ich auf gloria.tv eine Persönliche Mitteilung einer anderen Person bekam. Mein letzter Kommentar dort stammt aus dem Juno, also bin ich wohl alleinig aus der Liste der eingeloggten User ausgewählt worden. Die Person fragte nach der Eucharistischen Nüchternheit und ob sie sich versündigen würde, wenn sie kurz vor der Messe etwas zu sich nimmt, wenn sie unter dem Vorsatz nur geistig zu kommunizieren in die Messe geht. Nach der Schrecksekunde: "Warum werde ausgerechnet ich danach gefragt?" habe ich die pdf-Datei auf meiner Festplatte des Mainzer Direktoriums geöffnet und meinen gespeichtern Link auf den CIC der Vatikan-Homepage geöffnet und mir folgende Antwort zusammengezimmert:

Liebx X,
ich bin kein studierter Theologe, aber interessierter Laie, daher kann ich nur unverbindlich antworten. Sinn und Zweck des Nüchternheitsgebotes ist meines Erachtens neben der geistigen Vorbereitung auf den Kommunionempfang die zumindest symbolische Nichtvermengung von weltlicher Speise mit dem Allerheiligsten. In dem wir eine Weile vor der Kommunion fasten, bedenken wir, daß wir etwas zu uns nehmen werden, daß nicht den irdischen Hunger stillt, sondern unsere Seele nähren soll auf unserem Weg zum Herrn. (siehe hierzu 1 Kor. 11, 17-34)


Grundsätzlich kenne ich die Regelung der Eucharistischen Nüchternheit wie folgt: Gläubige, die nicht durch Alter, Krankheit oder Pflege von Alten und Kranken daran gehindert sind, sollen sich aller Speisen und Getränke mit Ausnahme von Wasser und Arznei enthalten. Es kann sein, daß die Regel erst ab einem gewissen Alter verpflichtend ist, wie beim Fasten, dazu gleich mehr. Die Länge der Eucharistischen Nüchternheit liegt laut derzeitigem Can. 919 § 1 CIC 1983 bei einer Stunde vor Kommunionempfang, es kann sein, daß bei der Messe in der forma extraordinaria, die meines Wissens früher geltende längere Frist von 3 Stunden gilt, da die Instruktion Universae Ecclesiae in § 28 alle späteren Regeln abrogiert, die Regeln entgegenstehen, die für das Meßbuch 1962 galten.


Das Fasten ist ab vollendetem 14. Lebensjahr einzuhalten, für Aschermittwoch und Karfreitag gilt ab vollendetem 18. Lebensjahr bis zum Beginn des 60. Lebensjahres gemäß Can. 1252 CIC 1983.


Wenn medizinische Gründe der Eucharistischen Nüchternheit entgegenstehen (zB Diabetes oder Kreislauferkrankungen) ist man davon dispensiert.

Nun zum Spezialfall der geistigen Kommunion:

Hier nimmt man den Leib des Herrn nicht zu sich, sondern bereitet sich nur geistig daraufhin, so kann es zu keiner tatsächlichen Vermengung von weltlicher Speise und dem Allerheiligsten kommen. Daher gilt meiner unmaßgeblichen Meinung nach nicht das Nüchternheitsgebot, auch wenn es sofern möglich (siehe voriger Absatz) eine gute geistige Vorbereitung auch auf die geistige Kommunion ist in meinen Augen.

Ich würde hierzu allerdings anraten, eines Priester des Vertrauens um Rat und Weisung zu fragen.

Ich hoffe meine Sicht der Dinge ist eine kleine Hilfe.

Herzliche Grüße
Marcus, der mit dem C



Diese Frage brachte ein Ereignis aus meiner Jugend wieder zurück in meine Erinnerung:

Von der Eucharistischen Nüchternheit hatte ich in der Katechese noch nie gehört, und von meinen Eltern nur "wie es früher vor dem Konzil war". Mein Wissen darum und darüber stammte aus dem Direktorium der Sakristei in der ich als jugendlicher Küster meinen Dienst versah. Bei der Sonntags-Spätmesse, die als Familiengottesdienst gestaltet war (die Schola singt, der Kaplan hält die Messe) kam eines der älteren Mädchen (ca. 2-3 Jahre jünger als ich damals) aus der Schola mit einer offenen Chipstüte in die Sakristei, in der ich gerade dem Kaplan das Zingulum hielt, und bot uns beiden davon an. Ich lehnte ab mit Hinweis auf die Eucharistische Nüchternheit, daß man eine Stunde vor Kommunionempfang nichts essen sollte. Dieser Hinweis ließ den Kaplan explodieren, was mir einfallen würde, daß wäre seine Sache, wie er das handhabt, ich hätte mich aus so etwas herauszuhalten.

O selige Dunkelheit, die gefälligst keine katechetische Unterweisung erhellen soll!

Es dünkt mich zwar richtig, daß man nicht mehr solche Details mit einer "Dafür kommst Du in die Hölle"-Katechese vermittelt, wie sie wohl früher bei manchen Katecheten beliebt war, doch frage ich mich, ob der moderne Ansatz am besten gar nicht mehr zu katechieren, da so viel besser ist? Man hat zwar den Schaden möglicherweise traumatisierter Kinder vermieden, aber ihn hin zum Jüngsten Gericht verlagert.

Mittwoch, 26. September 2012

Kaperung katholischer Blogs?

In den letzten Tagen ist es mir aufgefallen, daß mehrere Blogs, die ich abonniert habe, plötzlich eine kleine Flut an Beiträgen hatten, die gar nichts mit der Una Sancta zu tun haben.

Es handelt sich um:
Refektorium (Tom iirc)
Lass Liebe auf uns regnen (mphc)
One body in Christ (Kaplan Britzwein)

Alle Blogs haben nun eines gemeinsam:
- abrupter Themenwechsel weg vom Glauben in der Una Sancta
- statt dessen Nachrichten über Islam und Promis, Autos, Hühnchen-Rezepte
- Ein Öffnen eines Links auf einen alten ursprünglichen Beitrag bringt laut Google-Übersetzer eine malayische Fehlermeldung bzw. eine englische Fehlermeldung
- Der Blog besitzt kein Autorenprofil
- Über Google-Reader ist der Name/das Pseudonym des Autor aber erkennbar:
Mocha(AntiSuchmaschinenEinschub)mad Tri(AntiSuchmaschinenEinschub)joko

Da auf diesen Blogs meiner Erinnerung nach mindestens seit Mitte letzten Jahres keine neuen Beiträge publiziert wurden, gehe ich davon aus, daß die Blogs gelöscht wurden, entweder vom ursprünglichen Autor oder evtl. von Blogger. Doch finde ich es sehr merkwürdig, daß auf der gleichen URL, die noch in meinen Abos hinterlegt ist, dann Blogs unter dem selben Namen/Pseudonym aufgemacht werden, die eine min. halbjährige Aktivität behaupten laut Archiv, aber in meinem Google-Reader als ein Schub auftauchten. Bleibt wachsam, und löscht die Blogs nicht, wenn Ihr sie nicht weiterführen wollt!

Montag, 6. August 2012

Schwierigkeiten mit dem Neusprech

Ich habe ja schon gelernt, daß gemäß dem Meanstream Religionsfreiheit bedeutet, daß diese nur im Hinterzimmer bei geschlossenen Rolläden oder hinter verschlossenen Kirchentüren stattfinden darf, weil Otto NormalbürgerIn nicht von der Existenz von Religion belästigt werden darf. Davor war ich so blöd zu meinen, daß Religionsfreiheit bedeutet, daß man diese ungehindert ausüben darf.

Wenn ich also dem neuen Sprachduktus folge, dann müßte eine FreidenkerIn eine weibliche Person sein, die sich  von der Last des Selberdenkens befreit hat, oder nicht?

Seht selbst beim Blogozesan-Philosophen!